Brennessel und Bio Brennessel
( Urtica dioica oder Urtica urens )
Da die Nessel im Mittelhochdeutschen Nezzel genannt wurde , nimmt man einen Zusammenhang mit Netz an, und zwar wegen der Verwendung von Bastfasern zu Gespinsten. Brennessel heißt die Pflanze wegen des brennenden Gefühls , das eine Berührung mit den Blättern verursacht. Vielfältig sind die Namen , die der Volksmund dieser Pflanze gab: Donnernettel , Hanfnessel, Große nedeln, Zingel oder Tissel. Auch der Gattungsname Urtica bezieht sich auf das Brennen. Der Artname dioica besagt , daß jede Pflanze entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten hat.
Die große Brennessel ist eine 30- bis 150 cm hohe Staude , die mir ihrem weitverzweigten , unterirdischen Wurzelstock überdauert. Aus diesem treibt sie im Frühjahr aufrechte, unverzweigte , vierkantige Laubsprosse , die mit kurzen Borsten und den langen Brennhaaren besetzt sind. Diese haben einen Schlangengiftähnlichen Inhalt, der das unangenehme Brennen beim Berühren hervorruft. Auch die Laubblätter tragen diese Brennhaare und haben einen grobgesägten Blattrand. Die Blüten stehen im oberen Teil der Laubsprosse an den Blattachsen. Normalerweise bildet jede Pflanze nur männliche oder weibliche Blüten aus. Die bestäubung erfolgt durch den Wind. An der Wuchsfprm der Blütenstände kann man sofort das Geschlecht der Pflanze bestimmen. Die männlichen Blütenstände stehen steif ab und entwickeln nur kurze Seitenzweige.
Die Blütezeit liegt zwischen Junin und Oktober.Die Brennessel kommt häufig in Auenwäldern vor , dort in der Uferflora. Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist jedoch immer in der Nähr des Menschen. Häufig findet man sie an Wegrändern , an Zäunen , auf Dorfangern oder an Komposthaufen. Danke Ihrer Wiederstandskraft hat sie sich mit Ausnahme der Tropen und der arktischen Gebiete über den ganzen Erdball verteilt.
Die Brennessel wird zwischen Juni und August gesammelt. Am besten schneidet man die Pflanze mit einer Schwere ab.
Das Kraut der Brennessel enthält Kieselsäure , Gerbstoff, Glukokinine , die Vitamine A und C und an organischen Säuren Ameisensäure , Essigsäure und Buttersäure. Das Kraut ist geruchlos und hat einen bitteren Geschmack.
Brennesselkraut ist wegen seiner Harntreibenden Wirkung Bestandteil zahlreicher Blasen- und Nierentees. Als blutstillendes Mittel , als das es frührer empfohlen wurde ist es heute kaum noch genutzt. Die in der Brennessel enthaltenen Glukokinine vermögen den Blutzucker zu senken, haben dabei große Bedeutung.
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