Koriander und Bio Koriander 

( Coriandrum sativum  )

Die deutsche Bezeichnung Koriander ist aus dem latainischen coriandrum abgeleitet. Niederdeutsche Namen sind Klanner und Kalanner.Ihres Geruches wegen wird die Pflanze auch als Wanzendill und Wandläusekraut bezeichnet, ferner heißt sie Schwindelkorn. Der Gattungsname Coriandrum ist aus dem griechischen koris ( Wanze ) entstanden und bezieht sich auf den strengen Geruch der Pflanze. Der lateinische Artname sativum ( angepflanzt ) deutet darauf hin, daß der Koriander wild wachsend nicht mehr bekannt ist.

 

Aus der dünnen, spindelförmigen Pfahlwurzel treibt die einjährige Pflanze einen aufrechten , etwa 20 bis 50cm, selten längeren Stengel , der ebenso wie die Blätter und Blüten völlig kahl ist. Der Stengel ist fein gerillt und verästelt sich oberwärts. Die grundständigen Laubblätter, die zeitig absterben, sind langestielt und entweder ungeteilt und nur eingeschnitten gekerbt oder auch dreilappig bis dreischnittig mit tief geteilten Blättchen. Die mittleren und oberen wechselständigen Laubblätter sind wie die anderen hellgrün. Sie sitzen auf länglichen Scheiden mit breitem Hautrand und sind nach oben immer feiner zerteilt, bis schließlich die obersten Blätter vollkommen in linealische bis fädliche, vorn zugespitzte Zipfel aufgeteilt sind.  Die Frucht ist kuglig und hat einen Querdurchmesser von 2 - 5 mm. Sie ist bei der Reife braun bis strohgelb und besteht aus den beiden fest zusammenhängenden Teilfrüchten.

 

Die ursprünglichen Standorte dieser alten Kulturpflanze sind nicht mehr festzustellen. Heute ist sie nur noch auf Kulturland, besonders in Saatfeldern als Unkraut anzutreffen. Sie verwilderte auch aus Gärten, da sie früher als beliebte Gewürzpflanze vielfach angebaut wurde. In neuerer Zeit wird ihr Anbau im großen wieder betrieben, so auf Flachmooren in Nord- und Mitteldeutschland, vor allem aber in der Gegend von Kölleda ( Thüringen ). Hauptanbaugebiete des Korianders liegen jedoch in Süd- und Westeuropa sowie in Abesinien, Vorderindien, China und Japan.

 

Die Früchte werden gesammelt, wenn sie sich bräunlich zu verfärben beginnen. Dann werden aus der Pflanze die entsprechenden Dolden geschnitten und zum Trocknen auf einer Unterlage ausgebreitet. Hierbei fallen die ausgereiften Früchtchen ab. 

 

Die Pflanze enthält ätherisches Öl, dessen Gehalt je nach Standort schwankt. Er ist bei den im Norden angebauten Pflanzen höher als bei den südlichen. Als Qualitätsmerkmal wird oft ein MIndestölgehalt von 0,5 % angegeben. Außerdem kommt in den Früchten noch fettes Öl vor. Grüne Korianderfrüchte riechen stark nach Wanzen. Je mehr sie ausreifen, desto intensiver entwickelt sich der milde und angenehm würzige Koriandergeruch. Der Geschmack ist aromatisch, süßlich und beim Kauen der Früchte brennend.